Dimensionen von Google Books: die neue Alexandrinische Bibliothek
November 17, 2009 No Comments
Das Wissen der Welt organisieren", so das unbescheidene Unternehmensziel von Google. Seit 2002 arbeitet Google auch im Buchbereich an der Umsetzung des Zieles. Im Rahmen des Projekts Google Books werden Millionen von Büchern scannen, mit Texterkennungssoftware bearbeiten und in einer Volltext-Datenbank speichern. Google Books ist Googles Version des Mondflugs oder die neue Alexandrinische Bibliothek. Von den mehr als 35 Millionen Buchtiteln sind bereits mehr als 10 Millionen erfasst. In wenigen Jahren sollen es bereits 15 Millionen sein. Das sind rund 4,5 Milliarden erfasste Buchseiten. Das einzigartige Projekt zielt, wie Jeanette Hofmann in ihrem hervorragenden Artikel „Zukunft der digitalen Bibliothek“ beschreibt, in erster Linie auf die rund 70% der vergriffenen oder verwaisten Bücher ab. Nur 10% der Buchartikel befinden sich überhaupt im Handel. Google Books schafft mir seinem Projekt den Zugang zu heute verlorenen und in knapp 21 Millionen vergriffenen oder verwaisten Buchtiteln enthaltenen Wissensbasis.
Da Google niemals kleckert wird auch gleich eine global agierende Lizenz- und Verwertungsgesellschaft gegründet und finanziert. Google hat sich mit der Google Books bereits jetzt ein Monopol im Bereich der Digitalisierung der Bücher geschaffen und heftige Diskussionen ausgelöst. Schafft Google Books einen neuen, für alle Menschen einfach zugänglichen Wissenspool und beseitigt damit die Digitale Kluft zwischen reichen und armen Gesellschaften oder verletzt Google damit Urheberrechte bzw. welcher Wert ist höher einzuschätzen. Monopolisiert Google das Wissen und vergoogelt sich die Welt dabei nicht zu sehr? Wie auch immer. Diese Diskussion wird noch lange dauern aber beeindruckend ist dieses Projekt allemal.
Posted via email from Werner’s posterous
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